Alex Lynn holt sensationellen ersten Formula E Sieg im frenetischen 13. Rennen auf heimischem Boden in London 

Alex Lynn holte sich einen sensationellen ersten Sieg bei der ABB FIA Formula E Weltmeisterschaft auf heimischem Boden im nervenaufreibenden 13. Rennen beim Heineken® London E-Prix und löste damit Begeisterungsstürme im gesamten Mahindra Racing Team aus.

Der grandiose erste Formula E Sieg von Alex Lynn im 13. Rennen beim Heineken® London E-Prix sorgte in der Mahindra Racing Teamwerkstatt für ausgelassene Feierstimmung, während Nyck de Vries von Mercedes-EQ und Mitch Evans (Jaguar Racing) die beiden weiteren Plätze auf dem Podium ergatterten.

Der Brite gewann ein frenetisches Rennen, und der entscheidende Moment war, als das Fahrerfeld in der 13. Runde erneut startete, nachdem das Safety Car die Rennstrecke verlassen hatte. An der doppelten Haarnadelkurve begann Oliver Rowland (Nissan e.dams) mit seinem Angriff auf die Spitzenposition durch ein Überholmanöver gegen den zu diesem Zeitpunkt in Führung liegenden Stoffel Vandoorne (Mercedes-EQ), der seit seinem Start von der Julius Bär Pole Position vorne gelegen hatte. 

Durch eine Unebenheit in der Bremszone wurde der Nissan-Fahrer allerdings auch selbst zum Opfer seines Angriffs, als er mit voller Wucht in die Seite des Mercedes des Belgiers krachte. Beide Fahrer verloren die Kontrolle über ihr Fahrzeug, wodurch de Vries an beiden vorbeiziehen und den zweiten Platz stehlen konnte – und kurz darauf sogar den ersten, als Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) die Aktivierungszone für den ANGRIFFSMODUS durchfuhr.

Zu Beginn der letzten Viertelstunde verbleibender Rennzeit hatte di Grassi seinen 35-kW-Energieschub optimal genutzt, um de Vries in der 1. Kurve zu überholen. In der nächsten Runde aktivierte auch Lynn seinen ANGRIFFSMODUS, was dem Mahindra-Fahrer letztlich den Sieg beim Rennen bescherte. Die Taktik von de Vries, seinen zweiten Angriffsmodus früher zu aktivieren, zahlte sich nicht aus, und er musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, während Evans, der sich vom fünften Startplatz aus nach vorne gearbeitet hatte, am Ende auf dem dritten Platz an der Zielflagge ankam.

Di Grassi, der für mehr als die Hälfte des Rennens auf der Rennstrecke geführt hatte, war als Erster an der Ziellinie angekommen. Der Brasilianer erhielt jedoch schließlich die Schwarze Flagge, weil er seine Zeitstrafe nicht eingehalten hatte, und die Rennleitung zum Schluss gekommen war, dass er illegal die Führung übernommen hatte durch seine waghalsige Fahrt durch die Boxengasse, bei der er nicht in seiner Box zum Stehen gekommen war, während das Safety Car in der 12. Runde auf die Rennstrecke ausrückte.

Mit diesem Ergebnis steht de Vries nun an der Spitze der Fahrerwertung, drei Wochen vor dem letzten Rennwochenende der 7. Saison in Berlin. Robin Frijns steht durch seinen heutigen vierten Platz, den er vom achten Startplatz aus ergattert hatte, auf Platz Zwei der Fahrertabelle, nur sechs Punkte hinter dem Niederländer. Sam Bird (Jaguar Racing) belegt den dritten Platz in der Fahrerwertung.

Envision Virgin Racing führt in der Teamwertung weiterhin mit sieben Punkten Vorsprung vor Mercedes-EQ und Jaguar Racing auf Platz Drei.

So spielte es sich ab ...

Vandoorne zog so schnell wie möglich von der Startlinie weg und begann gleich bei der Einfahrt in die 1. Kurve, sich gegen die Vorstöße von Rowland zu verteidigen, während sich der Rest des Fahrerfeldes in drei Reihen aufteilte. Am Ende der ersten Runde hatte der Belgier einen Vorsprung von fast 1,5 Sekunden vor den anderen Fahrern.

Auch de Vries zeigte unerbittlichen Einsatz, und beide Mercedes schienen klar auf den Sieg aus zu sein. Der Niederländer überholte Lynn mit einem prägnanten Manöver in der 10. Kurve und setzte sich damit auf Platz Drei in der 2. Runde, und bereitete prompt seinen nächsten Angriff auf den Nissan von Rowland vor.

Weiter hinten im Fahrerfeld entbrannte zwischen den beiden Top-Platzierten der Fahrerwertung an derselben Stelle in der 4. Runde ein erbitterter Zweikampf, als der amtierende Champion Antonio Felix da Costa den Jaguar des Briten zur Seite schubste und den 18. Platz für sich beanspruchte, während die beiden gnadenlos weiter gegeneinander kämpften.

An der Spitze durchfuhr Rowland zuerst die Aktivierungszone für den ersten der zwei obligatorischen ANGRIFFSMODUS-Energieschübe; der bei diesem Rennen für acht Minuten anhaltende 35-kW-Schub erfordert ein schnelles Verlassen der Ideallinie für die Aktivierung. Die beiden Mercedes-Fahrer taten es ihm eine Runde später gleich.

Bei 35 Minuten plus einer Runde verbleibender Rennzeit begannen Rene Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) und Sebastien Buemi (Nissan e.dams) einen Zweikampf an der Serpentine. Der Deutsche zog den Kürzeren, und der MINI Electric Pacesetter musste ausrücken, während sein angeschlagener Audi geborgen wurde. Buemi konnte weiterfahren und in greifbare Nähe der Punkte einbringenden Ränge bis auf den 11. Platz vorrücken.

Als die Rennstrecke wieder frei war, ergriffen die beiden Mercedes-Fahrer die Initiative. Vandoorne führte vor Rowland und de Vries, und letzterer im zweiten Silberpfeil konnte am Nissan vorbeiziehen und auf den zweiten Platz vorrücken – nicht zuletzt dank einer Runde im ANGRIFFSMODUS mehr als Rowland.

Ein weiterer Einsatz für das Safety Car folgte in der 11. Runde, als da Costa in der 1. Kurve nach Fahrzeugkontakt mit dem Porsche von Andre Lotterer an die Wand fuhr. Das Mercedes-Duo an der Spitze des Fahrerfeldes hatte es geschafft, kurz zuvor diskret seinen zweiten ANGRIFFSMODUS zu aktivieren, und das dieses Mal vor Rowland.

In der 12. Runde startete Lucas di Grassi eine waghalsige Fahrt durch die Boxengasse, um die Führung zu übernehmen. Da ihm das Tempolimit eine höhere Fahrgeschwindigkeit als der Rest des Fahrerfeldes ermöglichte, setzte sich der Champion der Saison 2016/17 an die Spitze.

Als das Fahrerfeld in der 13. Runde das Rennen wiederaufnahm, kam es an der doppelten Haarnadelkurve zu heftigen Auseinandersetzungen. Rowland griff mit einem überraschenden Manöver Vandoorne auf dem zweiten Platz an. Durch eine Unebenheit in der Bremszone wurde der Nissan-Fahrer allerdings auch selbst zum Opfer seines Angriffs, als er mit voller Wucht in die Seite des Mercedes des Belgiers krachte. Beide Fahrer verloren die Kontrolle über ihr Fahrzeug, wodurch de Vries an beiden vorbeiziehen und den zweiten Platz stehlen konnte – und kurz darauf sogar den ersten, als Spitzenreiter Lucas di Grassi die Aktivierungszone für den ANGRIFFSMODUS durchfuhr. Wenig überraschend wurde Rowland mit einer 10-Sekunden-Zeitstrafe belegt.

Zu Beginn der letzten Viertelstunde verbleibender Rennzeit hatte di Grassi seinen 35-kW-Energieschub optimal genutzt, um de Vries in der 16. Runde in der 1. Kurve zu überholen. In der nächsten Runde folgte Lynn, der ebenfalls seinen ANGRIFFSMODUS aktiviert hatte. Die Taktik von de Vries, seinen zweiten Angriffsmodus früher zu aktivieren, hatte sich nicht ausgezahlt.

Hinter den Top Drei an der Spitze lag Evans in Führung, wenn auch mit vier Sekunden Rückstand auf das Spitzenreiter-Trio. Robin Frijns überholte bei der Einfahrt in die 1. Kurve Günther auf Platz Fünf, mit einem weiten Bogen außen um den BMW von Günther herum. Damit war es für den Niederländer jedoch noch nicht genug, und er machte sich daran, Evans auf Platz Vier zu bedrängen. Mit der violetten Envision Virgin Racing Rennmaschine im Rückspiegel setzte der Neuseeländer zur Aktivierung seines zweiten ANGRIFFSMODUS an, verpasste jedoch die Aktivierungszone und musste in der 22. Runde erneut ansetzen, sodass Frijns an ihm vorbeiziehen konnte.

Diesen Fehler machte der Neuseeländer allerdings eine halbe Runde später besonders stilvoll wieder gut, als er in der Haarnadelkurve ein meisterhaft ausgeführtes Täuschungsmanöver gegen Frijns startete und den Niederländer damit ausspielte.

Bird hatte sich vom 21. Platz bis auf den 11. Platz vorgearbeitet und witterte direkt hinter Nato ebenfalls die ersten Punkte. Der Brite täuschte erst geschickt an, bevor er zum vollen Angriff auf den Venturi des Franzosen ansetzte. Nato verteidigte sich jedoch unnachgiebig, und am Ende waren beide Fahrzeuge so stark beschädigt, dass beide Fahrer aus dem Rennen ausscheiden mussten.

Das opportunistische Manöver von di Grassi, bei dem er eine Fahrt durch die Boxengasse absolvierte, wurde umgehend geahndet, und der in Führung liegende Fahrer erhielt wegen eines Verstoßes gegen das Safety-Car-Protokoll eine Durchfahrtsstrafe, was dem Briten Lynn den Spitzenplatz und an der Zielflagge den Sieg beim Rennen verschaffte, da di Grassi seine Zeitstrafe nicht eingehalten hatte.

De Vries folgte hinter Lynn, und mit fünf Sekunden Rückstand komplettierte Evans die Aufstellung auf dem Podium. Auf Platz Vier ins Ziel kam Frijns, der sich von Platz Acht aus nach vorne gearbeitet hatte, und Pascal Wehrlein von Porsche und Maximilian Günther von BMW i Andretti Motorsport rundeten die Top Sechs ab.

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