Alex Lynn vor seinem britischen Landsmann Jake Dennis auf der Julius Bär Pole Position für das 12. Rennen beim Heineken® London E-Prix

Alex Lynn holte sich die Julius Bär Pole Position mit einer beeindruckenden Super Pole Performance, und unterbot damit – sehr zur Freude der Mahindra Racing Techniker – die Rundenzeit von Jake Dennis (BMW i Andretti Motorsport), womit die erste Startreihe in London nun aus zwei Briten auf heimischem Boden besteht.

Mahindra Racing Fahrer Alex Lynn sicherte sich seine zweite Formula E Julius Bär Pole Position mit einer Bestzeit in London im Vorfeld des 12. Rennens beim Heineken® London E-Prix. Direkt hinter ihm positionierte sich Jake Dennis von BMW i Andretti Motorsport, womit die beiden eine rein britische erste Startreihe für die Rückkehr der Rennserie in die britische Hauptstadt nach fünf Jahren bilden.

Lynn war der vorletzte Fahrer beim Aufnehmen einer Rundenzeit für die Super Pole, und seine Runde war eine wirkliche Glanzleistung – im letzten Abschnitt war er absolut unschlagbar, und damit um ganze 0,3 Sekunden schneller als die vorherige schnellste Rundenzeit von Dennis, was ihm die Julius Bär Pole Position einbrachte.

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„Es ist schon lange überfällig seit New York 2017!“ kommentierte Lynn. „Das in meinem Heimatland zu schaffen, das ist schon etwas ganz Besonderes. Heute Nachmittag wird es ein schwieriges Rennen auf einer schwierigen Rennstrecke. Wir haben jetzt den besten Startplatz, und wir werden sehen, ob wir nicht eine Trophäe mit nach Hause bringen können.“

Als vierter der sechs Fahrer im Super Pole Shootout hatte Dennis im 1. Abschnitt die vorherige Bestzeit von Sebastien Buemi um drei Zehntelsekunden unterboten und damit der britischen Bulldoggen-Mentalität, auf die sein speziell angefertigter Helm für dieses Wochenende verwies, alle Ehre gemacht. Er absolvierte den Rest der Runde ähnlich dominant und schloss sie um 0,083 Sekunden schneller als der Schweizer ab.

Buemi von Nissan e.dams ließ hatte sein Team mit seiner Leistung im letzten Abschnitt mächtig staunen lassen und sicherte sich den dritten Platz – ein starker Startplatz für den ersten E-Prix auf dem ExCeL Circuit in London.

Sergio Sette Camara legt immer zuverlässig schnelle Runden hin, und auch diesmal brachte sich der Brasilianer, der als zweiter Fahrer seine Runde aufgenommen hatte, vorläufig auf den ersten Rang. Am Ende ergab das für den DRAGON/PENSKE AUTOSPORT Rennpiloten schließlich den vierten Platz.

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Porsche Fahrer Andre Lotterer hatte im Gruppen-Qualifying die Bestzeit aufgenommen und schien bestens gerüstet, um sich die Poleposition zu holen, doch der erfahrene Deutsche blieb am Ende doch etwas zurück und beendete seine Runde um sechs Zehntelsekunden hinter der Bestzeit auf Platz Fünf.

Nato hatte als erster Fahrer seine Rundenzeit für die Super Pole aufgenommen, nachdem sich der ROKiT Venturi Racing Rennpilot für das Shootout qualifiziert hatte. Seine Rundenzeit von 1:23.912 war eine anständige Leistung, und der Franzose tat sein Bestes, um alles aus seinem Venturi mit Mercedes-Antriebsstrang herauszuholen, aber letztendlich reichte es lediglich für den sechsten Platz.

Testbedingungen

Die Fahrer müssen sich beim ersten Rennen als FIA-Weltmeisterschaft in der britischen Hauptstadt auf dem ExCeL Circuit in London nicht nur mit einer runderneuerten Rennstrecke auseinandersetzen, sondern auch damit, dass dies das weltweit erste internationale Motorsport-Rennen auf einem Indoor/Outdoor-Kurs ist, und die Streckenbedingungen machen ihnen das Leben doppelt schwer.

Crash von Max Günther von BMW i Andretti Motorsport beim Qualifying

Der Regen in der vorangegangenen Nacht hatte dazu geführt, dass sich viele Wasserpfützen auf der Rennstrecke gebildet hatten, und die Fahrer brachten diese Regennässe dann auch auf die Indoor-Abschnitte. Die Rennstrecke wurde mit jeder absolvierten Runde trockener, was drei Fahrer aus Gruppe 3 und drei Fahrer aus Gruppe 4 gekonnt ausnutzten und sich für die Super Pole qualifizierten. Die Streckenbedingungen erwiesen sich jedoch sogar als so schwierig, dass Maximilian Günther, der schnellste Fahrer beim 1. Freien Training, das Qualifying gar nicht abschließen konnte.

Der Deutsche kam auf dem Weg in die 15. Kurve von der Strecke ab, und das Heck seines Rennwagens löste sich, weshalb er an der Wand zu seiner Linken entlang schrammte und seinen BMW i Andretti Motorsport iFE.21 schwer beschädigte, was eine Rote Flagge auslöste.

„Die Kurven 9, 10, 11, 12, 16 und 17 sind immer noch „sehr, sehr rutschig“, kommentierte Mortara aus Gruppe 1, obwohl ein Großteil des Regenwassers in der Zeit zwischen dem 2. Freien Training und dem Qualifying verdunstet war.

Im Anschluss folgt das 12. Rennen beim Heineken® London E-Prix, und die Berichterstattung dazu beginnt ab 14:30 Uhr Ortszeit.

Der Held des London E-Prix

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